18 Euro am Tag sind zuviel

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat die Höhe des Bürgergeld-Regelsatzes infrage gestellt. „Die massiven Steigerungen beim Regelsatz in der vergangenen Wahlperiode haben zu erheblichen Kostensteigerungen geführt. Ich glaube, dass der Regelsatz derzeit zu hoch ist“, sagte Dobrindt dem Focus. Der Regelsatz solle das Existenzminimum abdecken und nichts darüber hinaus. „Das sollte nochmal auf den Prüfstand“, sagte der CSU-Politiker.

Zu viel? Für was? Zum Leben? Der Regelsatz des Existenzminimums beträgt 563 Euro im Monat. Davon müssen Betroffene ihren Lebensunterhalt außer der Miete bestreiten. 563 Euro sind 18,70 am Tag. Nun kann man der Meinung sein, wer nicht arbeitet, braucht auch nicht Essen. Oder die Auffassung vertreten, von knapp 6 Euro pro Mahlzeit lässt es sich ernährungstechnsich gesund leben. Das kann man tun, wenn die Lebenswirklichkeit im Plenarsaal des Bundestags so weit weg ist, wie der Mars. Dobrinths Forderungen sind nicht nur entwürdigend, sie zeugen von einer unglaublichen Arroganz der politischen Riege.

⬅ Vorheriger Beitrag
Ewig leben

Nächster Beitrag ➡
Wichtige Fragen